FC Konstanz wahrt die Hoffnung Trainer Uli Hermann hört nach vier Jahren zum Saisonende auf
(kha) Die Begegnung begann mit einer Schrecksekunde für den FC Konstanz, denn durch einen Querschläger an der eigenen Strafraumgrenze schenkte man den Gäste die Führungschance, die Moiszi glücklicherweise nicht nutzen konnte. Stattdessen weitere 120 Sekunden später auf der anderen Seite der Paukenschlag. Bix „klaute“ einem unaufmerksamen Kirchzartener Abwehrspieler der Ball, spielte flink und schlau quer rüber zu Graf, der frei im Strafraum stand. Zwei, drei Schritte noch und den Ball an Keeper Brüstle vorbei ins Netz geschoben - 1:0. Allzu lange konnten sich die Gastgeber aber nicht ihres Vorsprungs erfreuen, denn schon nach neun Minuten hieß es 1:1. Haxhija trat von der 16er-Grenze einen Freistoß durch die Mauer Richtung Tor. Torhüter Höpfner sah den Ball sehr spät, konnte nur abklatschen und Hassoun war zum „Abstauben“ da.
Es wurde nun recht munter gefightet, wenngleich die Szenen nicht allzu häufig bis in Tornähe reichten. So versuchte sich zwischendurch Torschütze Hassoun zwischendurch mit einer „Schwalbe“ und kassierte für diesen Tiefflug statt des erhofften Strafstoßes eine gelbe Karte. Der FC Konstanz kämpfte darum, seine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, während der SV Kirchzarten stramm dagegen hielt, um Distanz zu den Abstiegsrängen zu schaffen. Während also vor dem Gästegehäuse gerade eben noch Hilberer und Vöhringer gegen die vielbeinige Hintermannschaft den Ball nicht ins Ziel bugsieren konnten (20.), musste gleich darauf vor dem Kasten der Gastgeber Höpfner energisch zugreifen, als Althauser völlig alleingelassen vor ihm stand. Der Treffer, der sich später als Siegtreffer herausstellen sollte, hatte für Kirchzartens Schneider eine Tragik. Als der Konstanzer Angriff bereits schon gescheitert schien, flutschte ihm der Ball beim Rettungsversuch dermaßen
unglücklich ins Tor (35.), dass Brüstle keine Abwehrmöglichkeit blieb.
Der SVK wollte sich im zweiten Spielabschnitt zu keiner Zeit geschlagen geben, drängte energisch nach vorne. Allerdings musste man feststellen, dass die meist hoch in den Strafraum geschlagenen Bälle kaum ernsthaft für Gefahr sorgte. Stattdessen erspielte sich der FCK mit schnellen Gegenangriffen noch die eine oder andere Szene, die durchaus nach Erfolg roch. So riskierte Graf, nicht nur wegen seines Treffers einer der Besten im Konstanzer Team, eine Direktabnahme, die nur knapp an Torhüter und langem Pfosten vorbeihoppelte (68.). Auch Hilberer hätte die Partie vorzeitig entscheiden können, doch entweder wurde sein Schuss über die Latte abgefälscht (71.), er zielte selbst zu hoch (74.) oder wurde zur Ecke abgeblockt (87.). Völlig platt und teils wohl fast schon „auf dem Zahnfleisch“ daherkommend, wehrten die Platzherren alle Versuche der unermüdlich drückenden Elf des SV Kirchzarten erfolgreich ab.
Vor dem Spiel hatte FCK-Trainer Uli Hermann seine Mannschaft informiert, dass er zum Saisonende nach vier Jahren beim FC Konstanz ausscheiden wird.
Tore: 1:0 (4.) Graf, 1:1 (9.) Hassoun, 2:1 (35.) Eigentor Schneider - Schiedsrichter: Lucano (Klingnau) - Zuschauer: 120.
FC Konstanz: Höpfner, Wehrle, Renker, Scheideck, Blum, Fritz, Bix, Hilberer (90. + 4 Wolkow), Vöhringer, Kober, Graf (79. Dummel).
SV Kirchzarten: Brüstle, Schneider (37. Kneuker), Frei, Keck, Azad, Loyal, Haxhija, Moiszi, Merk (63. Boya), Althauser, Hassoun (69. Körgel).
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